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... Gedanken zur Zucht ...

Ich möchte an dieser Stelle einige Gedanken, die ich mir über die Beaglezucht mache, anbringen, die vor allem
für Welpeninteressenten wichtige Informationen sein können.

Ich bin seit 2005 Mitglied im Beagle Club Deutschland eV und bin 2007 auch dem Austrian Beagle Club beigetreten.
Der Zwingername "vom Marschallfeld" wurde 2007 von der FCI international geschützt.
Ich bin eine anerkannte Züchterin des BCD, des VDH und der FCI.


Warum züchte ich?

Das Züchten von Beagles ist ein Traum von mir, den ich versuche zu verwirklichen. Er ist für mich ein kostspieliges
und zeitaufwendiges Hobby.
Ich möchte mit meiner Zucht nicht einfach nur die Rasse Beagle vermehren - für mich ist es viel
wichtiger etwas zu erreichen - nämlich Hunde, die dem Rassestandard entsprechen und
die Gesundheit und Wesensfestigkeit haben, die man von einem Beagle erwartet. Ich versuche,
mit allen meinen Zuchthündinnen die Jagdprüfung zu absolvieren, damit meine Welpen aus jadl. Anlagenzucht stammen.

Grundvoraussetzungen meiner Zucht

Um mein Ziel zu erreichen, bemühe ich mich für meine Hündinnen, die
Deckrüden äußerst kritisch auszuwählen - auch wenn ich dafür weite Anfahrtswege in Kauf nehmen muss.
Meine Hündinnen sind keine Wurfmaschinen und werden nicht in Zwingern gehalten.
Sie sind vollwertige Familienmitglieder, die mit uns im Haus wohnen.
Auch die Welpen werden im Haus zur Welt gebracht und wachsen dort und in unserem Garten auf, bis sie zu ihrer
neuen Familie kommen. Sie werden dadurch auch gleich von Anfang an familiengerecht sozialisiert und
an die häuslichen Geräusche gewöhnt. Meine Mini-Meute hilft ebenfalls dabei, die Welpen
zu erziehen und zu sozialisieren.

Was unterscheidet uns "Züchter" von sog. "Vermehrern"?

Um überhaupt züchten zu dürfen, ist es im BCD Voraussetzung eine Zuchtstätte vorzuweisen,
die mindestens "sehr gute" Bedingungen erfüllen muss und diese wird auch von den zuständigen Zuchtwarten kontrolliert.
Ebenfalls muss man als Neuzüchter eine Züchterprüfung ablegen.
Hierfür ist es eine notwendige Voraussetzung, dass man sich mit der Anatomie der Hunde, der Genetik,
der Paarung, der Geburt, den Krankheiten etc. befasst und sich Wissen in diesen Bereichen verschafft.

Auch die Hunde müssen einige Kriterien erfüllen, eines davon ist natürlich die Rassereinheit.
Doch Reinrassigkeit heißt leider noch lange nicht, dass die Hunde auch dem verlangten Rassestandard entsprechen.
Um mit den Hunden züchten zu dürfen, müssen diese erst die notwendige Zuchttauglichkeit erreichen,
die durch entsprechende Formwerte bei Ausstellungen erlangt werden kann.
Doch nicht nur das Aussehen und das Gangwerk, Wesensfestigkeit sondern auch Gesundheit und Instinktsicherheit
spielen bei der Zucht eine große Rolle.
Da der Beagle ein Jagdhund ist, sollte eine Jagdprüfung mit ihm absolviert werden - diese ist allerdings zur
Zuchtzulassung nicht zwingend erforderlich.
Um auch gesunde Hunde zu züchten, ist eine HD-Auswertung sowie eine Genotypisierung Pflicht.

Welche Kriterien ergeben den Preis eines Welpen?

Das ist ganz einfach erklärt: Um gesunde, wesenfeste, reinrassige Hunde züchten zu können,
muss man als Züchter so einiges investieren.

Wie oben bereits angeführt, benötigt man eine entsprechende Zuchtstätte.
Um die Hunde zuchttauglich zu bekommen, benötigt man mindestens drei Bewertungen von Formwertrichtern. Die können
nur bei Ausstellungen erreicht werden, die nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe abgehalten werden.
Also muss man neben der nicht geringen Meldegebühr auch noch Spritkosten, eventuell Übernachtungen, Urlaubstage
und Verpflegung etc. mit einberechnen.
Die Deckrüden, die ich auswähle, und nur die besten werden in meiner Zucht eingesetzt,
befinden sich auch nicht in nächster Umgebung, auch hier kommen die Kosten wie Sprit, Übernachtung
usw. auf einen zu und natürlich nicht zu vergessen die Deckgebühr, die bei entsprechenden Rüden nicht zu unterschätzen ist.
Die Welpen und die Hündin werden tierärztlich betreut, bekommen das beste Futter und werden regelmäßig entwurmt.
Die Grundimpfung erhalten die Welpen bereits noch bei uns, auch werden sie vor Abgabe tätowiert und gechipt.
Zusätzlich fallen noch Kosten für die Eintragung im Zuchtbuch und für die Erstellung der Ahnentafeln an.
Der zuständige Zuchtwart kommt kurz vor der Abgabe der Welpen noch einmal zum Züchter und kontrolliert
alles auf Richtigkeit und erstellt einen Wurfabnahmebericht, den Sie als Welpenkäufer natürlich auch ausgehändigt bekommen.

Sie sehen, ein Hund aus guten Züchterhänden ist sein Geld auch wirklich wert!

Abschließend möchte ich Sie bitten Folgendes zu bedenken, bevor Sie sich einen Beagle anschaffen:

Ein Beagle ist und bleibt ein Jagdhund - Alle Beagles haben instinktiv einen Jagdtrieb, die einen mehr, die anderen etwas
weniger - aber er ist da, denn zum Jagen wurde und wird diese Rasse gezüchtet!

Ein Beagle ist ein Laufhund - Ein Hund der viel Bewegung braucht. Auch wenn sie durch ihr liebes Aussehen und ihre
kompakte Größe oft als "netter kleiner Wohnungshund" gesehen werden - sie brauchen Bewegung und das mindestens
1-2 Stunden täglich. Am besten auch auf Wald- und Wiesenwegen, dann können sie auch das tun was sie am besten können
- Schnuppern und Fährten lesen!

Ein Beagle ist ein Meutehund - Wenn man einen Beagle hält ist es wichtig, bereits schon im Welpenalter eine Hundeschule
mit ihm zu besuchen, nicht nur um die Grundausbildung wie Sitz und Platz zu lernen, sondern auch damit der Welpe mit Artgenossen der
verschiedensten Rassen und Größen toben und spielen kann. Das ist wichtig für die Prägung des Hundes,
da er sich unter Artgenossen als Meutehund eben doch am wohlsten fühlt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen auf dieser Seite einen Eindruck über meine Zucht und der Rasse Beagle verschaffen.
Bei Fragen können Sie jederzeit Kontakt mit mir aufnehmen! - Ich werde gerne versuchen all Ihre Fragen zu beantworten!

Ihre

Michaela Wimmer


© Beagles vom Marschallfeld